Leider gilt es nach einem Jahr der Regentschaft von Zukunft Suhr, mit Mehrheiten in allen drei Gemeindegremien, auch an erstaunlich vielen Orten massive Kritik anzubringen. Es ist offensichtlich, dass Zukunft Suhr früher mit Vorwürfen und saloppen Vorschlägen locker umging und nun bereits Mühe hat einfache Geschäfte seriös zu planen und umzusetzen. Kaum ein Geschäft aus dem Ressort Bau findet z.B. das grossmehrheitliche Vertrauen der Stimmbürgerinnen und Stimmbürger (Mischwasserbecken, Werkhof/Entsorgungsplatz, Badi usw.). Bei der Badi ist übrigens die Abrechnung mit den zu erwartenden massiven Mehrkosten immer noch nicht auf dem Tisch. Da fragt sich der geneigte Leser schon, was da hinter den Kulissen abläuft.
Und wo es nicht um viel Geld geht, lassen wir Ungereimtheiten unterdessen schon bewusst unkommentiert in Vergessenheit geraten. „Der Gemeinderat müsse halt kreativ sein und nicht einfach alle Antennengesuche bewilligen“ wurde z.B. an einer Gemeindeversammlung vom nunmehr verantwortlichen Gemeinderat von Zukunft Suhr gesagt. Heute muss auch er erkennen, dass es übergeordnete Gesetze gibt und so werden halt die Gesuche einfach kommentarlos bewilligt.
Auch beim Ressort Finanzen gibt es einige Punkte die kritikwürdig sind. Dass eine Stelle provisorisch für ein Jahr bewilligt wird und ein Jahr später einfach ohne Kommentar und nicht als effektiv neue, feste Stelle ins Budget einfliesst, ist unschön. Gravierender ist aber das dauernde Gejammer und Schlechtreden der Gemeindefinanzen. Dabei wird gleichzeitig das Budget bei einigen Wunschpositionen bewusst stark aufgestockt und dies obwohl in der aktuellen Finanzstrategie ausdrücklich eine kritische Überprüfung der beeinflussbaren Ausgaben und neuer Begehren verlangt wird. Auch da lässt sich mit gutem Recht fragen, ob der Gemeinderat die Hausaufgaben wirklich gemacht hat. So verwundert es nicht, dass ein Verlust für 2011 budgetiert werden muss.
Die FDP Suhr hofft auf eine aktive, direkte Kommunikation mit unseren politischen Mitkonkurrenten. Wir sind zum Gespräch bereit. Wir wollen nicht einfach Kritik der Kritik willen anbringen, sondern sachlich Standpunkte und Meinungen vertreten um so zu guten Lösungen der anstehenden Aufgaben in Suhr beizutragen.
Aus Fairness haben wir bisher mit Kritik zurückgehalten und eine doch relativ lange Schonzeit für unsere Konkurrenz verstreichen lassen, dies im Bewusstsein, dass es immer unterschiedliche Ansichten und Vorgehensweisen gibt. Schlussendlich zählt aber nur das Resultat. Die Verantwortlichen von Zukunft Suhr sind nun gehalten und gefordert anstehende Projekte und Probleme speditiv an die Hand zu nehmen. Nicht theoretische Papierarbeiten sondern Macherqualitäten sind nun gefragt. Gespannt sind wir nach der letzten Gemeindeversammlung z.B. insbesondere auf die Themen Mischwasserbecken oder Umgebungsgestaltung Schulzentrum. (1.1.11, Urs Zimmermann)