Die genaue Analyse des Rechnungsergebnisses 2007 zeigt, dass die beschlossene 5-prozentige Steuererhöhung für 2008 ausreichend sein sollte, aber weiterhin eine sehr strikte Budgetdisziplin bedingt. Der erzielte Buchgewinn aus Liegenschaftsverkäufen bedeutet wohl eine Substanzminderung, diese ist aber vertretbar. Die in guten Jahren in Form von Land angelegten Reserven müssen nicht auf immer und ewig in Land angelegt sein. Vielmehr können Verkäufe dazu dienen, anstehende grössere Investitionen besser zu verkraften. Genau diese Meinung vertrat die FDP schon vor dem Näherrücken der Grossprojekte wie z.B. der WSB-Verlegung.
Auch die zum Teil im Jahre 2007 noch nicht getätigten Investitionen bessern die Finanzsituation erheblich auf. Dadurch konnte der Schuldenstand auf 8 Mio. Franken reduziert werden. Der erzielte Ertragsüberschuss von 2,1 Mio Franken sieht nach Berücksichtigung der genannten Punkte und weiteren speziellen Situationen wie z.B. gute Wirtschaftslage oder Steuernachträge aus früheren Jahren nicht mehr ganz so rosig aus. Jammern sollten wir aber nicht. Suhr konnte sich in den letzten Jahren erhebliche Investitionen, z.B. in Schulbauten leisten und liegt nun gleichwohl unter dem ursprünglich geplanten Schuldenstand. Dies ist eine Leistung die es auch zu würdigen gilt.
Die FDP wird sich weiterhin für sinnvolle Investitionen und Ausgaben einsetzen und nicht notwendige Begehren konsequent auf den Prüfstand stellen. Das Motto muss lauten: Sparen nicht um des Sparens Willen, sondern die Freiheit zu haben, zu entscheiden ob wir uns etwas das nicht unbedingt notwendig ist, leisten wollen.